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Haushaltszahl

Transparenz

So rechnen wir

Haushaltszahl beantwortet genau eine Frage: Was kannst du heute ausgeben, ohne dass es bis zum Monatsende eng wird? Hier steht der komplette Rechenweg — damit du die Zahl prüfen kannst, statt sie glauben zu müssen.

Die Grundidee

Die meisten Budget-Rechner nehmen, was am Monatsende übrig bleibt, und teilen es durch die restlichen Tage. Das ist bequem und in einem Punkt falsch: Es verteilt Geld, das noch gar nicht da ist.

Haushaltszahl geht deshalb jeden einzelnen Tag bis zum Monatsende durch und fragt: Wie viel Geld ist an diesem Tag tatsächlich verfügbar, und auf wie viele Tage muss es sich ab heute verteilen? Der schlechteste dieser Tage bestimmt deinen Tagesbetrag. Dadurch hält die Zahl an jedem Tag bis zum Monatsende.

Was in die Rechnung eingeht

  • Dein Kontostand. Der Stand des Girokontos, von dem Miete und Alltag laufen. Er darf im Minus sein — ein eingeräumter Dispo zählt dabei nie als verfügbares Geld.
  • Einnahmen, die sicher kommen. Mit dem Tag, an dem sie eingehen. Alles, was nur vielleicht kommt, zählen wir mit null und weisen es getrennt aus.
  • Ausgaben, die noch abgehen. Fixkosten und Sparraten, jeweils mit ihrem Fälligkeitstag. Fehlt ein Datum bei einer Ausgabe, rechnen wir sie als heute fällig; fehlt es bei einer Einnahme, rechnen wir sie zum Monatsletzten. Immer die vorsichtigere Richtung.
  • Ein Sicherheitspuffer. Ein Betrag, der nie in den Tagesbetrag wandert. Du wählst, wie groß er ist.

Die Beispielrechnung

Ein Haushalt am 10. eines 30-Tage-Monats. Auf dem Konto sind 1.500,00 €. Diesen Monat gehen noch 450,00 € ab — 300,00 € Fixkosten und 150,00 € fürs Sparen. Der Puffer im Modus „ausgewogen“ beträgt 100,00 €.

Kontostand
1.500,00 €
− Fixkosten
−300,00 €
− Sparen
−150,00 €
− Sicherheitspuffer
−100,00 €
= verfügbar bis Monatsende
950,00 €

Vom 10. bis zum 30. sind es 21 Tage. 950,00 € geteilt durch 21 Tage ergibt 45,23 € pro Tag. Angezeigt wird auf volle Euro abgerundet:

Heute

45

Nächste 7 Tage

316

Bis Monatsende

950

Kleine Auffälligkeit, die zeigt, dass wirklich abgerundet wird: 7 × 45 € wären 315 €, angezeigt werden aber 316 €. Gerechnet wird nämlich in Cent — 45,23 € × 7 = 316,61 € — und erst ganz am Schluss auf volle Euro abgerundet.

Dieses Beispiel ist Testfall 1 der Engine und wird bei jedem Bauen automatisch geprüft. Berechnet für den 10. April 2027, damit die Seite an jedem Tag dieselbe Rechnung zeigt.

Der Engpass-Tag

In diesem Beispiel kommt im Rest des Monats kein Geld mehr rein — der knappste Tag ist deshalb der Monatsletzte. Interessant wird es, wenn dein Gehalt mitten im Monat kommt.

Angenommen, du hast heute (10.) noch 300 € auf dem Konto, das Gehalt von 2.000 € kommt am 28. Ein Rechner, der nur aufs Monatsende schaut, teilt 2.300 € durch 21 Tage und zeigt dir 104 € pro Tag. Nur: Bis zum 28. sind es 18 Tage, und in diesen 18 Tagen sind eben nur die 300 € da. Haushaltszahl zeigt darum 11 € pro Tag und nennt dir den 27. als Engpass-Tag. Nach dem Gehaltseingang rechnet Haushaltszahl neu.

Das ist der eigentliche Kern: Nicht der Monatsdurchschnitt zählt, sondern der schwächste Tag auf dem Weg dorthin.

Wenn dein Kontostand älter wird

Zwischen deiner letzten Bestätigung und heute hast du vermutlich Geld ausgegeben, das wir nicht kennen. Haushaltszahl schätzt diesen Betrag aus deinen bisherigen Tagen und zieht ihn zusätzlich ab — sichtbar und nachvollziehbar, zum Beispiel: „Dein Stand ist 5 Tage alt — wir rechnen mit rund 110 € Ausgaben, die noch nicht erfasst sind.“

Ist dein Stand älter als 14 Tage, zeigen wir gar keine Zahl mehr. Dann wäre jede Zahl geraten, und geraten ist schlechter als ehrlich geschwiegen.

Wo die Methode aufhört

  • Es bleibt eine Vorausschau. Deshalb steht überall „voraussichtlich sicher“ — und nie ein Wort, das nach Zusage klingt. Die Rechnung ist außerdem nur so gut wie die Zahlen, die du einträgst.
  • Keine Beratung. Haushaltszahl ist ein Haushalts-Kompass. Es gibt keine Anlage-, Kredit- oder Versicherungsberatung, keine Produktempfehlung und keine Bewertung deiner Person.
  • Ein Konto, eine Zahl. Gerechnet wird mit dem Girokonto, von dem dein Alltag läuft. Tagesgeld, Bargeld und weitere Konten bleiben bewusst außen vor.
  • Lieber zu wenig. An jeder Stelle, an der wir uns entscheiden müssen, entscheiden wir uns für den niedrigeren Betrag. Fünf Euro zu wenig sind ärgerlich, fünf Euro zu viel sind ein gebrochenes Versprechen.